Zweite schlägt Eiberg im Topspiel

Zweite schlägt Eiberg im Topspiel

2. Herren 30.04.2019

Es sind Spiele die man kaum erwarten kann, auf die man sich lange freut und welche, je nach Ausgang, einem riesige Freude oder extrem miese Laune bescheren. Sonntag war eines dieser Spiele. Es ging gegen Preußen Eiberg darum sich eine möglichst gute Lage im Aufstiegskampf zu verschaffen. Zuschauerinteresse war auch immens. Wir konnten viele Fans mobilisieren und Eiberg bracht ebenso einen großen Anhang mit. Somit starteten wir in dieses Topspiel der Kreisliga B vor einer Bezirksliga-Kulisse. Und wir starteten leider ziemlich schlecht. Eiberg ging nicht nur durch den Treffer ihres Toptorjägers Scheike (6.) in die Führung. Über einen weiteren Gegentreffer hätte man sich auch nicht beschweren dürfen.

ESG hat etwa 10-15 Minuten gebraucht um sich auf furiose Spielweise der Eiberger einzustellen. Wir konnten schnell die Partie beruhigen, kamen immer öfters in den gegnerischen 16-er, und trafen sogar in der 28.Minute zum vermeintlichen Ausgleich. Leider wurde dieser Treffer wegen Abseits nicht anerkannt. Ohne Linienrichter muss der Schiri oft einfach grob schätzen ob eine Abseitsposition vorlag. Da kann man nie groß Meckern. Wir waren aber sichtbar im Spiel drin, da es uns endlich gelang solche Topchancen zu kreieren. Daher kam das 0:2 durch Scheike in der 31. Minute völlig überraschend. Auch wenn wir uns in der Situation stümperhaft mit 3-4 Mann gegen einen verhielten. Man muss sich erst da rausdribbeln und auch noch derart präzise und sicher in die untere Ecke verwandeln. Das war schon sehr stark gemacht.

Wir zeigten uns von diesem Treffer überhaupt nicht geschockt. ESG II spielte einfach weiter munter nach vorne und kam innerhalb von 2 Minuten sogar zum Ausgleich. Kutschat (37.) musste die butterweiche Flanke von Karic am zweiten Pfosten nur noch einköpfen. Die Schockphase des Gegners nutzte Karic (39.) nach einer schönen Kombination schamlos zum Ausgleich aus. Somit war der Rückstand egalisiert und man hätte gerne länger als nur 6 Minuten bis zur Pause gehabt, da Eiberg völlig aus dem Rhythmus kam und reihenweise dicke Patzer in der Abwehr produzierte. Dann rettete der Halbzeitpfiff die Gästemannschaft.

Nach der Pause bot sich ein wenig anderes Bild des Spiels. Kein Hurra-Fussball mehr auf beiden Seiten. Nichtsdestotrotz war das Spiel auch zu dieser Phase spannend, mit vielen rassigen Zweikämpfen, vielen guten Laufduellen, genügend Tempo im Spiel und manch einer gefährlichen Szene. Nur halt nicht so offen geführt wie in der ersten Hälfte. Beide Mannschaften waren sich nun mal der Stärke des Gegners bewusst, und konnten sich schon denken was passieren wird wenn man zu viel Risiko eingeht. Glücklicherweise wendete sich das Blatt in unsere Richtung. Nach einer Stunde bekamen Eiberger glatt Rot nach einem Foul im Mittelfeld. Da unsere Soccerwatch-Kamera dieses Spiel einfach nicht aufgenommen hat, kann ich zu dieser Schlüsselszene keine Bewertung abgeben. Manche fanden die Karte zu hart gezogen, andere wiederum nicht.

Folgerichtig konnten wir in der Überzahl unseren Ballbesitz steigern. Und in der 66. Minuten nutzten wir diese zum Führungstreffer. Wer Mirko Krüger mittig an der 16-Meter-Linie vergisst holt nun mal meistens den Ball aus dem Netz. Mit zunehmender Spieldauer übernahm nun der Gegner immer mehr Initiative. Einerseits mussten sie ja kommen, andererseits konnten wir uns ruhig zurücklehnen und unsere Konter fahren. Das können wir ja auch ausgezeichnet. Wenn man aber ehrlich zu sich selbst ist, dann müssen wir uns auch im konditionellen Bereich steigern. Da hatte Eiberg einfach mehr Akku in den letzten 20 Minuten, womit die Überzahl nicht mehr zu erkennen war.

Daher mussten wir eine ganze Menge Zweikämpfe im letzten Drittel vor dem Tor führen. Wie viele dieser wichtigen Duelle vor dem 16-er wir gewinnen konnten, kann man kaum mehr zählen. Und jetzt einen einzelnen unter vielen starken Spielern hervorzuheben klingt erstmal unfair. Wir wissen aber alle welch eine überragende Rolle in der Defensive Lukas Altenkamp am Sonntag spielte. Wie er seine Seite vernagelte, Bälle klärte oder diese eroberte und in Gegenangriffe umwandelte. Wenn man schon beim Thema „Gegenangriffe“ sind dann waren diese einfach gut vorgetragen. Mehr als sich 100%ige rauszuspielen kann man in Abwehr und Mittelfeld nicht machen. In der Box müssen sie aber vom Sturm verwertet werden. Da ließen wir 2-3 sichere Dinger aus und schlossen manch einen richtig erbärmlich ab.

Erst in der 89. Minute fruchtete einer dieser Konter, als Kevin Karic vom gegnerischen Torwart brutal gefoult wurde und wir einen Elfer bekamen, welchen Krüger nach langer Behandlungszeit souverän zum 4:2 (92.) verwandelte. Das Schlimmste im Fussball ist wenn Kollegen nach dem Spiel feiern und du selbst ins Krankenhaus fahren musst. Gute Besserung Kevin! Und hoffentlich ist da nichts ganz Schlimmes passiert. Da wir aber schon dreimal gewechselt haben und obendrein in der gleichen Minute Kutschat nicht mehr weiter machen könnte, hatten wir auf einmal selbst Unterzahl. Wir brachten uns sogar unnötig zum Zittern als ein langer Ball der Eiberger unterschätzt wurde, und von Fachtali (94.) zum 4:3 eingenetzt wurde. Danach passierte glücklicherweise nichts mehr, und wir feierten diesen wichtigen Sieg. Es war ein toller Sonntag an dem wir in den ersten beiden Halbzeiten Kreisliga A Niveau besaßen. Und in der dritten sind wir sowieso schon lange Champions League.

 

ESG 99/06 2

4 : 3

SV Preußen Eiberg

Sonntag, 28. April 2019 · 13:00 Uhr

Kreisliga B Gruppe 3 · 25. Spieltag

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